90 Prozent aller blinden Menschen haben das Augenlicht verloren, weil sie arm sind. Das SRK setzt sich in Afrika und Asien für die Heilung und Verhütung armutsbedingter Blindheit ein.
Für 39 Millionen Menschen bleibt die Welt immer dunkel. Der graue Star, Bindehautentzündungen oder Vitamin-A-Mangel sind nur einige der häufigsten Ursachen für Blindheit. Es ist eine traurige Tatsache, dass es für 80 Prozent aller erblindeten Menschen Hilfe gäbe, wenn sie Zugang zu medizinischer Versorgung hätten und die nötigen Mittel für Medikamente und Behandlung bereit stünden.
Hilfe, die zu den Leuten kommt
Das SRK engagiert sich deshalb seit fast 30 Jahren für die Verhütung und Heilung von Armutsblindheit in Gebieten mit ungenügender medizinischer Versorgung. Das grosse Netz an Rotkreuz-Freiwilligen bildet das Fundament. Sie informieren die Menschen über Augenkrankheiten, führen Sehtests und Augenkontrollen durch und verweisen Kranke an einen Gesundheitsposten. So können viele Augenkrankheiten frühzeitig erkannt und Erblindungen verhindert werden. Weitere Schwerpunkte sind:
Bau und Ausrüsten von Augenkliniken und Aussenstationen
Heilen von Augenkrankheiten durch Operationen und Behandlung
Aus- und Weiterbildung von einheimischem Fachpersonal und freiwilligen Helfern
Verhütung von Augenkrankheiten durch Unterricht und Kontrollen in Schulen und Dorfgemeinschaften
Das SRK unterstützt die internationale Kampagne „Vision 2020 – Das Recht auf Sehen“ der WHO und der Internationalen Agentur zur Blindheitsverhütung. Auch die Ärmsten sollen ihr Recht auf Sehen wahrnehmen können.