Heute sind 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus
infiziert, davon leben zwei Drittel in Afrika südlich der Sahara. Täglich
sterben 8000 Personen an den Folgen von Aids.
Angesichts der dramatischen Folgen von Aids für die
verarmten Gesellschaften Afrikas und Asiens bildet die Bekämpfung der Epidemie
für das Rote Kreuz eine wichtige Priorität. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK)
verstärkt die Prävention von Aids sowie die Pflege und soziale Betreuung von
Aidskranken. Ausserdem führt es in Swasiland im südlichen Afrika erstmalig eine
Therapie ein, um die Übertragung der Krankheit von HIV-infizierten Müttern auf
neugeborene Kinder zu verhindern.
In den Ländern des Südens sind
selbst die preislich reduzierten Medikamente für viele Menschen noch nicht
erschwinglich. Auch sind die Bedingungen für eine erfolgreiche Therapie infolge
der schlechten Infrastruktur im Gesundheitswesen vor allem in ländlichen Zonen
nicht gegeben. Das Rote Kreuz setzt sich deshalb weltweit dafür ein, dass die
Regierungen der betroffenen Länder allen Menschen mit HIV/Aids den Zugang zu
Therapie und Betreuung ermöglichen.
Das Engagement des SRK gegen Aids
stützt sich auf das Netz von lokalen Freiwilligen der Rotkreuz- und
Rothalbmondgesellschaften. Dabei kommen der fachlichen Aus- und Weiterbildung
eine grosse Bedeutung zu. Insgesamt setzt das SRK in den nächsten drei Jahren
acht Millionen Franken ein für die Durchführung seines intensivierten
Aidsprogrammes in den afrikanischen Ländern Togo, Swasiland und Eritrea sowie in
Bangladesch und Nepal. Daneben wird HIV/Aids in sämtlichen längerfristigen
Gesundheitsaktivitäten des SRK in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa
thematisiert.
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In Swasiland ist fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem Aids-Virus infiziert. In dem afrikanischen Kleinstaat mit nur einer Million Einwohnern leben 110‘000 Waisenkinder. Das SRK leistet mit seinem Aids-Programm einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der tödlichen Krankheit.