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Über 100 Jahre Rotkreuzdienst

Der Rotkreuzdienst (RKD) ist aus dem Roten Kreuz heraus entstanden. Seine Entstehung ist eng verbunden mit der Gründung, Subventionierung und Anerkennung von Schulen des Gesundheitswesens.

Rotkreuzdienst

einst und heute

Rotkreuzdienst

Die Praxis zeigte bereits damals, dass das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), der Bund und die Armee auf gegenseitige Hilfe angewiesen sind. Aus diesem Grund subventionierte der Bund ab 1903 die privaten Pflegeausbildungen, welche unter dem Patronat des SRK standen. Als Gegenleistung hatte das SRK für den Fall einer Mobilmachung zwei Drittel seines Sanitätspersonals dem Armeesanitätsdienst als Unterstützung zur Verfügung zu stellen:
Der Grundstein für den Rotkreuzdienst war somit gelegt - gesetzlich verankert durch das Bundesparlament am 6. Oktober 1903 im damals neu erbauten Bundeshaus!

Waren zu Beginn des Rotkreuzdienstes ausschliesslich Krankenschwestern dem Rotkreuzdienst zugeteilt, wurden allmählich auch Fachfrauen aus der Pharmazie, der Medizin und dem paramedizinischen Bereich aufgefordert, dem Rotkreuzdienst beizutreten. Vor allem seit dem 2. Weltkrieg wurden auch „Nichtfachfrauen“ (Pfadfinderinnen, Bürofachfrauen, Lehrerinnen, Juristinnen usw.) in den Militärspitälern eingesetzt, wo sie vielfältige Arbeiten als Kuriere, Betreuerinnen und als Fachpersonal in der Spitalverwaltung ausführten.

Seither haben hunderte von Frauen vielfältige Einsätze zugunsten von erkrankten Soldaten, Flüchtlingen, Behinderten und alten Menschen geleistet. So haben sie zum Beispiel auch in Namibia, in der Westsahara wie auch im Kosovo wertvolle Arbeit zu Gunsten der Menschlichkeit geleistet.

Heute zählt der Rotkreuzdienst rund 300 engagierte Frauen, die einen medizinischen, paramedizinischen, pflegerischen oder pharmazeutischen Beruf ausüben. Sie leisten ihre Einsätze vorwiegend in Stäben und in Spital – und Sanitätsformationen der Armee, aber auch in Rekruten- und Kaderschulen sowie in diversen Fachkommissionen und Arbeitsgruppen des Armeesanitätsdienstes. Eine Anzahl dieser Fachfrauen unterstützt zudem die „Internationale Zusammenarbeit“ des SRK in Not- und Katastropheneinsätzen. Ohne die Fachkompetenz der Angehörigen des RKD (AdRKD) sind alle diese Einsätze kaum denkbar.