AKTUELL: 18.09.2009

Die Jugenddeklaration von Solferino

Zum Jubiläum „150 Jahre Rotkreuz – und Rothalbmondbewegung“ haben 250 Jugendliche aus 128 Ländern in Solferino eine Deklaration erarbeitet und sie anschliessend in Genf verkündet.
Jugendliche
An der offiziellen Feier in Genf verkünden die Jugendlichen die „Jugenddeklaration von Solferino“ vor nationalen und internationalen Gästen. Foto ©SRK, Wiebke Uhmeyer
Anlässlich der Schlacht von Solferino vor 150 Jahren hatte Henry Dunant die Idee zur Gründung des Rotes Kreuzes. Seine Idee begeistert noch heute junge Menschen – und lässt sie daran glauben, die Welt verändern zu können.

Am Jugendtreffen „Youth on the move – doing more, doing better, reaching futher“in Solferino haben Jugendliche aus allen Kontinenten und allen Regionen der Welt in Workshops eine Botschaft ausgearbeitet. Mit Wanderungen und Busreisen brachten sie die „Jugenddeklaration von Solferino“ anschliessend nach Genf. Dort übergaben sie diese Vertreterinnen und Vertretern der kantonalen und nationalen Behörden sowie der internationalen Gemeinschaft.

Die wichtigsten Punkte der Deklaration:
  • Die Rotkreuzjugend will dazu beitragen, den „Solferinos von heute“ aktiv zu begegnen und Lösungen zu finden. Als wichtigste Arbeitsfelder definieren sie Armut, Konflikte, Gewalt, Migration, Krankheit, Diskriminierung und der Klimawandel.

  • Die Jugend ruft in der Deklaration die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der Welt dazu auf, sie als Gestalter des Wandels anzuerkennen und in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
  • Die Jugend verpflichtet sich, die sieben Grundsätze der Bewegung zu leben und sich für Harmonie in der Gesellschaft sowie zur Verringerung von Leid einzusetzen.
  • Die Jugend ruft die nationalen Gesellschaften dazu auf, junge Menschen zu fördern und Mittel und Möglichkeiten bereitzustellen, um Freiwillige zu rekrutieren.

    Die Jugendlichen haben durch die Reise „Journey of an idea“ viel gelernt und erlebt, vor allem, dass die Idee Dunants die Menschen verbindet und bis heute aktuell ist. „Diese Reise war eine extrem bereichernde Erfahrung für mich; ich habe Menschen aus anderen Kulturen kennengelernt, welche dasselbe Ziel wie ich verfolgen: den Verwundbaren zu helfen“, fasste Orlando aus Panama seine Eindrücke von diesen intensiven Tagen zusammen.
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